Wie ich in Bangkok fast ein Taxi bekam – und doch wieder nicht
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Wie ich in Bangkok fast ein Taxi bekam – und doch wieder nicht
Wer in Südostasien überwintern möchte, glaubt, man brauche nur Sonne, Flip-Flops und ein bisschen Abenteuerlust.
Falsch gedacht. Man braucht vor allem **Geduld, Spontanität – und ein gutes Nervenkostüm**.
Heute erzähle ich dir, wie ich in Bangkok fast ein Taxi bekam… und dann doch wieder nicht.
In Bangkok gibt es zwei Sorten Taxis:
**a) Die, die dich mitnehmen.
b) Und die, die so tun, als wären sie Taxis.**
Ich hielt ein Taxi an, der Fahrer lächelt, ich lächle, alles gut.
Ich sage „Sukhumvit“, er nickt freundlich… und tippt dann am Handy herum.
Nicht, um den Weg zu suchen.
Nein, er **rechnet schon mal grob den Preis hoch**, den er mir gleich nennen wird.
Ich: „Meter?“
Er: „No meter today – very much traffic!“
Ich: „Es ist 11 Uhr vormittags…?“
Er: „Yes – very much traffic!“
Ich stieg wieder aus.
Also nächster Versuch: TukTuk.
Der Fahrer sah mich an, sah meine Größe, sah meinen Rucksack…
und wusste sofort:
**„Dieser Farang zahlt mehr.“**
Er lächelte.
Ich lächelte.
Er schrieb eine Zahl auf einen kleinen Zettel.
Ich sah die Zahl.
Ich hörte die Zahl.
Ich versuchte nicht, die Zahl zu fühlen.
Es war ein **kulturelles Missverständnis**.
Er glaubte, ich wäre reich.
Ich glaubte, er wäre vernünftig.
Wir lagen beide falsch.
Zur Sicherheit habe ich später den **Südostasien-Vergleich** nachgelesen – hilft enorm, um typische Preisfallen zu verstehen.
Nach 40 Minuten erfolgloser Taxisuche zeigte mir ein thailändischer Rentner in der Schlange:
**„Use Grab, my friend.“**
Ich schaue:
Eine App.
Einfache Bedienung.
Feste Preise.
Kein Feilschen.
Fahrer kommt zu dir.
Keine Rätselspiele.
Ich fühlte mich, als hätte ich Feuer entdeckt.
5 Minuten später:
Der Fahrer kommt.
Er lächelt.
Ich lächle.
Er sagt:
„Herbie?“
Ich nickte.
Ich musste NICHT verhandeln.
Ich musste NICHT erklären.
Ich musste NICHT schauspielern.
Ich stieg ein.
Der Himmel öffnete sich.
Die Engel sangen.
Der Motor startete.
Wer in Südostasien überwintern möchte, merkt früher oder später:
**Die größten Abenteuer beginnen, wenn man nur von A nach B kommen will.*
Darum meine 3 Tipps:
- Nimm NIE das erste Taxi.
- Grinst der Fahrer zu freundlich → Vorsicht.
- Lade dir IMMER Grab, Bolt oder lokale Apps herunter.
Wenn du länger bleibst, hilft auch ein guter **Visa- & Terminplaner**, damit der Papierkram nicht schlimmer wird als der Verkehr.
Und wenn du wirklich entspannt überwintern willst, dann empfehle ich dir meinen kompakten **Überwintern-Guide** – es spart Zeit und Nerven.
In Südostasien läuft selten etwas so, wie man es geplant hat –
aber **genau das macht es so lebenswert**.
Manchmal ist ein „Taxi-Fail“ der beste Start in einen großartigen Tag.